Hyperhidrosetherapie Berlin Duesseldorf

Wenn wir uns körperlich betätigen oder die Temperaturen sehr heiß sind, zeigt sich eine normale Reaktion unseres Körpers: Wir schwitzen. Die Absonderung von Schweiß ist nicht nur ein natürlicher Vorgang, sondern auch ein bedeutsamer und lebensnotwendiger Prozess. Mithilfe des Schwitzens wird die Körpertemperatur reguliert und Stoffwechselendprodukte sowie Gifte werden aus dem Körper abtransportiert. Das Schwitzen kann jedoch auch über das normale Maß hinausgehen. Einige Menschen sind von der sogenannten Hyperhidrose betroffen, eine sehr starke Form des Schwitzens, die in plötzlichen Schüben auftritt. Sie schwitzen auch bei kühlen Temperaturen und unabhängig von körperlicher Anstrengung, da die Schweißdrüsen überaktiv sind. Da allein schon das normale Schwitzen in der Regel als unangenehm empfunden wird, belastet die Hyperhidrose die Betroffenen meist in ihrem Alltag und sorgt dafür, dass sie an verschiedenen Aktivitäten nicht teilnehmen möchten oder können. In der Medizin gibt es unterschiedliche Methoden, mit denen gegen eine Hyperhidrose vorgegangen werden kann, um das starke Schwitzen zu behandeln.

Hyperhidrose: Ursachen und Symptome

Für Schwitzen kommen mehrere Ursachen und Auslöser infrage. So können – abgesehen vom „normalen“ Schwitzen beim Sport oder hohen Temperaturen – unter anderem Fieber oder die Einnahme bestimmter Medikamente dazu führen, dass der Köper stark schwitzt. Auch die Aufnahme einiger Nahrungsmittel löst bei manchen Menschen Schweißschübe aus. Ist das starke Schwitzen eine Folge einer anderen zugrundeliegenden Erkrankung (z. B. einer Schilddrüsenüberfunktion oder einer Infektionserkrankung), spricht man von der sogenannten sekundären Hyperhidrose. Sie lässt in der Regel nach, sobald die vorherrschende Erkrankung erfolgreich behandelt wurde.

Im Falle der sogenannten primären Hyperhidrose können für gewöhnlich keine Auslöser klassifiziert werden – sie tritt unabhängig von anderen Erkrankungen oder Faktoren auf. Wieso es zu einer dermaßen starken und plötzlichen Schweißabsonderung kommt, ist medizinisch noch nicht abschließend erforscht. Es wird angenommen, dass eine komplexe Fehlfunktion im vegetativen Nervensystem vorliegt, die eine Übersteuerung der Schweißdrüsen bewirkt.

Auch wenn die Hyperhidrose ohne weitere Auslöser auftritt, gibt es in einigen Fällen bestimmte Faktoren, die das Risiko für einen Schub erhöhen können. Oftmals sind es vor allem stressige Situationen oder emotionale Reize, die zum starken Schwitzen beitragen können. Daher reicht bei vielen Betroffenen allein die Angst vor der nächsten Schweißattacke aus, um einen solchen Schub hervorzurufen.

Wo tritt Hyperhidrose auf?

Die primäre Hyperhidrose tritt sehr selten am gesamten Körper auf. Oft ist sie lokal begrenzt. Welche Körperstellen betroffen sind, variiert von Patient zu Patient. Zu den häufigen Arealen für übermäßiges Schwitzen gehören vor allem die Achseln. Aber auch am Kopf, an den Händen, am Rücken oder an den Füßen kann es zu einer Hyperhidrose kommen.

Operative Hilfe gegen Hyperhidrose

Um gegen das extreme Schwitzen effektiv vorzugehen, stellte längere Zeit die chirurgische Entfernung der Schweißdrüsen die einzige dauerhafte Lösung dar. Eine der bekanntesten Techniken ist hierbei die sogenannte Saugkürettage. Bei dem Eingriff werden in dem betreffenden Areal die Schweißdrüsen mittels feiner Kanülen aus dem Körper gesaugt. Die Erfolgsquote für die Behandlung liegt laut Studien bei etwa 70 bis 80 Prozent. Mit der Zeit kann es vereinzelt vorkommen, dass die Nervenenden sich wieder mit im Areal verbliebenden Schweißdrüsen verbinden und es abermals zum Schwitzen kommt. Zudem ist zu beachten, dass eine OP den Körper zu einem gewissen Grad belastet und eine ausreichende Erholungszeit erforderlich ist, damit er sich regenerieren kann. Auch allgemeine OP-Risiken lassen sich nicht vollständig ausschließen.

Schonendere Möglichkeiten gegen starkes Schwitzen

  1. Botox®
    In der modernen Medizin haben sich mittlerweile verschiedene Behandlungsansätze bei Hyperhidrose etabliert, die ohne einen chirurgischen Eingriff auskommen. Mithilfe von Botulinumtoxin (Botox®) lässt sich beispielsweise die Kommunikation zwischen Nervenenden und Schweißdrüsen blockieren, sodass es nicht zum Reiz kommt, Schweiß abzusondern. Der Wirkstoff wird – wie aus dem prominenten Anti-Aging-Bereich – mit einer dünnen Kanüle in das jeweilige Areal gespritzt. Botulinumtoxin stoppt die Ausschüttung des Botenstoffs Acetylcholin. In der Faltenbehandlung und in weiteren Anwendungsbereichen wird dadurch die Muskelaktivität reduziert. Bei der Hyperhidrosetherapie führt dieser Prozess dazu, dass die Schweißdrüsen nicht mehr angesprochen werden. Innerhalb weniger Monate baut der Körper den Stoff jedoch wieder ab. Sobald kein Botox® mehr im Gewebe vorhanden ist, beginnen die Schweißdrüsen wieder aktiv zu werden. Für ein anhaltendes Ergebnis muss die Therapie daher in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.
  2. miraDry®
    Eine andere nichtoperative Möglichkeit ist die Behandlung mit miraDry®. Das innovative System arbeiten mit Mikrowellen, die über einen handlichen Gerätekopf in das jeweilige Areal (meist die Achseln) abgegeben werden. Die fokussierte Mikrowellenenergie bewirkt im Gewebe einen intensiven Temperaturanstieg. Von den Patienten wird die Wärmeentwicklung kaum wahrgenommen, im Gewebe führt sie jedoch dazu, dass die Schweißdrüsen sowie die Geruchsdrüsen als auch die Versorgungsnerven zerstört werden. Im Ergebnis ist ein Schwitzen an den behandelten Stellen nicht mehr möglich – an anderen Stellen des Körpers kann ganz normal Schweiß abgesondert werden. Im Gegensatz zu Botox® bietet miraDry® somit einen dauerhaften Ansatz gegen unliebsames Schwitzen, der ohne Operation funktioniert.

Mehr Informationen in der Praxis

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