Faltenbehandlung mit Botox® – ist die Behandlung sicher?


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Botox® ist einer der beliebtesten Wirkstoffe gegen unliebsame und störende Falten. Durch eine gezielte Abschwächung der Muskeln, die die Falten aktivieren, glättet sich die Haut und wirkt deutlich jünger. Botulinumtoxin ist dabei eines der stärksten bekannten Gifte. Wie wird die Behandlung dennoch vollkommen sicher für die Patienten? Wie wirkt Botox® gegen Falten? Und für welche weiteren medizinischen Anwendungen eignet sich der Wirkstoff neben der Faltenbehandlung mit Botox®?

Was ist Botulinumtoxin?

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird das in der Medizin eingesetzte Botulinumtoxin Typ A häufig mit dem Präparatnamen Botox® abgekürzt. Andere Pharmahersteller vertreiben den Wirkstoff unter weiteren Bezeichnungen wie Azzalure®, Bocouture® oder Vistabel®, jedoch hat sich Botox® als allgemeine Bezeichnung etabliert.

Botulinumtoxin ist ein starkes Nervengift, das vom Bakterienstamm Clostridium botulinum abgesondert wird. Erstmals trat es in Verbindung mit der sogenannten Wurstvergiftung (Botulismus) auf. Die Bezeichnung Botulinumtoxin kommt aus dem Lateinischen: botulus bedeutet Wurst, toxin bedeutet Gift. Der Verzehr von verdorbenem Fleisch oder nicht fachgerecht gelagertem Gemüse konnte dazu führen, dass das Bakterium im Körper den Wirkstoff freisetzt. Das Gift rief dann Lähmungserscheinungen hervor, die lebensbedrohlich waren.

In der Medizin wird Botulinumtoxin nicht in seiner reinen Form verwendet, sondern stark verdünnt. Dadurch ist es bei fachgerechter Anwendung für den Körper ungefährlich.

Botox® als Medikament

Das Potenzial von Botox® im medizinischen Bereich wurde zunächst bei der Behandlung von Spastiken und Muskelkrämpfen wie dem Lidkrampf festgestellt und eingesetzt. In den 1990er Jahren erfolgte die Erstzulassung des Präparats beziehungsweise unterschiedlicher Botulinumtoxin-Präparate. Bei den Behandlungen im Gesicht fiel dann die faltenglättende Wirkung von Botox® auf, was es auch für den ästhetischen Bereich interessant machte.

Zunächst wurde Botulinumtoxin als Off-Label-Produkt verwendet; das bedeutet, dass es ohne offizielle Zulassung für die Faltenbehandlung zur Glättung von Falten verwendet wurde. Im Jahr 2006 folgte die erste Zulassung für den Bereich der Glabellafalten. Weitere Indikationen schlossen sich nach und nach an. Heute zählt Botox® zu den beliebtesten und bekanntesten Wirkstoffen gegen störende Falten.

Geringe Dosierung und erfahrene Anwender

Damit das starke Nervengift sicher in Medizin und Ästhetik eingesetzt werden kann, wird es nur in stark verdünnter Form und in geringen Dosierungen verwendet. Das setzt ein weitreichendes Wissen sowie anatomische Kenntnisse des Anwenders voraus. Als Patient sollten Sie daher immer darauf achten, sich nur einem erfahrenen und speziell ausgebildeten Behandler anzuvertrauen.

So wirkt Botox®

Botulinumtoxin hemmt die Ausschüttung eines bestimmten Botenstoffs im Körper. Dieser Botenstoff sorgt im Normalfall dafür, dass Informationen von den Nerven auf die entsprechenden Muskeln übertragen werden. Kommt es durch das Botulinumtoxin nicht mehr zur Freisetzung dieses Botenstoffs, ist die Informationskette gestört. Die Muskeln bekommen nicht mehr den Reiz, sich zusammenzuziehen und entspannen sich stattdessen. Dadurch glättet sich auch die darüberliegende Haut, wodurch störende mimische Falten verschwinden.

Je nach Anwendungsbereich werden auf diese Weise auch Muskelkrämpfe, Muskelzittern, Kopfschmerzen und Verspannungen sowie übermäßiges Schwitzen (hier wird die Informationsübertragung zu den Schweißdrüsen gehemmt) behandelt.

Welche Falten können mit Botox® behandelt werden?

Botulinumtoxin eignet sich für die Reduzierung mimischer Falten. Dabei handelt es sich um Falten, die durch die Muskelbewegung hervorgerufen werden. Sie befinden sich vor allem im Bereich der Stirn, der Augenbrauen und der Augenpartie, aber auch am Mund.

Typische Falten, die mit Botox® behandelt werden können, sind:

  • Glabellafalte (zwischen den Augenbrauen, auch „Zornesfalte“ genannt)
  • Stirnfalten („Denkerfalten“)
  • Krähenfüße
  • Falten um den Mund
  • Halsfalten

Weitere Anwendungsmöglichkeiten von Botulinumtoxin

Neben der Faltenbehandlung eignet sich Botulinumtoxin wie bereits erwähnt auch zur Behandlung von Zittern und Krämpfen von Muskeln. Ebenfalls kann der Wirkstoff verwendet werden, um chronische Kopfschmerzen und Migräne zu lindern. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Behandlung des sogenannten Bruxismus (Zähneknirschen). Hierbei wird Botulinumtoxin in den Kaumuskel injiziert, um diesen abzuschwächen und somit das Zähneknirschen zu reduzieren, ohne die wichtigen Funktionen wie Kauen oder Sprechen negativ zu beeinflussen. Auch zur Behandlung von starkem Schwitzen (Hyperhidrose) ist Botox® geeignet. Der Wirkstoff unterbindet die Überaktivität der Schweißdrüsen, wodurch weniger Schweiß im Bereich abgegeben wird.

Dies sind nur einige Beispiele für die Verwendung von Botulinumtoxin in der Medizin. Da Botulinumtoxin wieder vom Körper abgebaut wird, muss die jeweilige Behandlung nach einigen Monaten wiederholt werden, um die Effekte aufzufrischen und zu erneuern.

Mehr zur Faltenbehandlung mit Botox® 

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